So setzen Sie Veränderungen in Ihrem Unternehmen um

So setzen Sie Veränderungen in Ihrem Unternehmen um

By In On 9. April 2015


In den letzten Monaten berichteten wir immer wieder über die Chancen auf Veränderungen durch Mitarbeiter– und Kundenbefragungen, aber auch eine bessere Struktur der Arbeitsplätze und Büros – doch uns erreichten vermehrt Fragen dazu, wie man diesen Wandel am besten einläutet und mit den Angestellten vollzieht – nicht nur auf deren Rücken.

Im folgenden möchten wir Ihnen wertvolle Tipps geben, wie Sie mit Veränderungen im Unternehmen umgehen können und was Sie dabei beachten sollten.

1. Kommunikation ist der Anfang

Wie so oft im Leben beginnt alles bei der Kommunikation mit Ihren Mitarbeitern. Um zu gewährleisten, dass diese voll hinter Ihnen stehen, ist es wichtig offen und transparent mit geplanten Änderungen umzugehen. Nur wenn Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig informieren, vermeiden Sie eine unnötige Unruhe.

Unser Tipp! Sie wissen wahrscheinlich selbst, wie schnell der Buschfunk in Unternehmen Unwahrheiten verbreitet und dadurch Unmut erzeugt – beugen Sie dem vor und kommunizieren Sie von Anfang an klar und deutlich, wie der Wandel aussehen soll.

2. Bitten Sie Mitarbeiter und Führungskräfte um Feedback

Doch bevor das Unternehmen von rechts auf links gedreht wird, empfehlen wir unseren Kunden immer zunächst eine umfassende Mitarbeiterbefragung – die bei Bedarf auch auf Kunden und Lieferanten ausgeweitet werden sollte. In jedem Fall sollten auch alle Führungskräfte befragt werden!

Ihre Angestellten sind meistens öfter im Kundenkontakt als die Geschäftsleitung – nutzen Sie diesen Draht, um von Ihren Mitarbeitern zu erfahren, wie sie selbst Probleme im Umgang mit Aufträgen und Kunden sehen. Über weitere mögliche Themen einer Mitarbeiterbefragung können Sie sich hier informieren. Im Anschluss sollte das Feedback ausgewertet werden und anhand dessen ein geeigneter Maßnahmenplan erstellt werden.

3. Erläutern Sie, warum Veränderungen wichtig sind

Leider ist selbst Firmenleitern oft nicht ganz klar, warum Veränderungen entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens sind. Doch Faktoren wie beispielsweise

  • starke Konkurrenz,
  • veränderte Kundenwünsche und -Bedürfnisse,
  • neue Führungskräfte oder
  • Produktumstellungen

erfordern eine Anpassung an die neuen Herausforderungen – oder das Unternehmen wird sich nicht weiterentwickeln können. Die entscheidenden Faktoren, die zu den geplanten Veränderungen führten, samt der relevanten Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung und geplanten Maßnahmen, sollten im Rahmen einer Informationsveranstaltung strukturiert dargelegt werden.

Unser Tipp! Wenn Ihre Mitarbeiter wissen, warum etwas geschieht, werden sie es am ehesten unterstützen.

4. Mit diesen Widerständen müssen Sie rechnen

Doch trotz allem kann es vorkommen, dass die Beharrungskräfte der Menschen, die Veränderungen aus verschiedenen Gründen ablehnen, sehr stark sind. In den meisten Fällen sind ausschlaggebende Faktoren für einen starken Widerstand:

  • unerwartete Veränderungen,
  • deren Ziele nicht klar formuliert sind,
  • ein radikales Vergehen der Geschäftsleitung um die Veränderungen durchzusetzen,
  • negative Konsequenzen für Betroffene,
  • eine positive Bewertung der vorherrschenden Verhältnisse und
  • negative Erfahrungen mit Veränderungen.

Sie müssen damit rechnen, dass sich Ihre Mitarbeiter in zwei Lager spalten: Erfahrungsgemäß gibt es in den meisten Fällen einen gleichen Teil an Mitarbeitern, die total begeistert oder total dagegen sind, sowie eine breite Gruppe, die einfach zögerlich und zurückhaltend reagiert.

5. Beziehen Sie Betroffene mit ein

Vor allem wenn nicht das ganze Unternehmen, sondern nur einzelne Mitarbeiter, Teams oder Abteilungen betroffen sind, sollten Sie die Betroffenen in alle geplanten Veränderungen mit einbeziehen. Als Arbeitgeber ist es wichtig, dass trotz aller Euphorie und Engagement für das eigene Unternehmen, Mitarbeiter nicht auf der Strecke bleiben – denn diese sind das Fundament Ihrer Firma.

6. Für neue Herausforderungen qualifizieren

Ein anderer Aspekt der nicht unterschätzt werden darf als Grund für Ängste von Mitarbeitern und Führungskräften, ist die Sorge, den eigenen Arbeitsplatz zu verlieren. Selbst wenn Sie in Erwägung ziehen Angestellte zu entlassen, bedenken Sie immer, dass es in den meisten Fällen

  • teurer ist, Bewerber zu finden, einzustellen und einzuarbeiten und
  • daher deutlich günstiger und effektiver, eigene Mitarbeiter weiterzubilden.

7. Lassen Sie sich nicht entmutigen

Egal, wie das Ergebnis in Ihrem Unternehmen auch zwischenzeitlich aussehen sollte, lassen Sie sich auf keinen Fall entmutigen oder die geplanten Veränderungen schleifen, geschweige denn im Sande verlaufen. Zum einen wird dadurch der Unmut nur noch größer und das Vertrauen in die Geschäftsleitung sinkt, zum anderen kommt ihr Unternehmen auch mit den festgefahrenen Handlungswegen nicht voran.

8. Das Feiern nicht vergessen

Oft bleiben die positiven Dinge im Alltag auf der Strecke: Doch wenn Sie Meilensteine für die geplanten Veränderungen setzen, behalten Sie zum einen im Blick, wie viel Sie eigentlich schon geschafft haben und können Erfolge auch einfach mal feiern.


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