Die Auswirkungen von Stress und Druck

Die Auswirkungen von Stress und Druck

By In On 28. April 2015


In den letzten Jahren kursieren immer wieder Begriffe wie Stress, Druck und Burnout in den Medien – zeitweilig so intensiv, dass es als Geschwätz abgetan und nicht ernst genommen wird. Doch inzwischen gibt es zahlreiche Studien über Druck und Stress, in denen auch die Auswirkungen langanhaltender intensiver Belastungsphasen thematisiert werden. Daher möchten wir in unserem heutigen Blogbeitrag kurz zusammenfassen,

  • was Stress ist,
  • wie er auf Arbeit entsteht,
  • wie Sie feststellen können, ob Ihre Mitarbeiter gestresst sind und
  • was Sie da gegen tun können.

Definition: Was ist Stress?

Zunächst müssen wir an dieser Stelle klar stellen: Es gibt nicht DIE eine Definition von Stress – weder durch Forscher, noch durch uns selbst, denn jeder nimmt Belastungen anders wahr und hat unterschiedliche Strategien entwickelt, um damit zurecht zu kommen. Die folgende Definition des Arztes Dr. Hans Selye wird jedoch in Expertenkreisen besonders oft bemüht, wenn erklärt werden soll, was Stress ist: Es handelt sich dabei um eine unspezifische Reaktion des Körpers auf eine hohe Anforderung.

Dabei wird zwischen

  • positiven – Eustress -,
  • und negativen – Distress

Belastungen unterschieden.

Ob eine Situation jedoch positiv oder negativ bewertet wird, hängt von der persönlichen Einschätzung jedes Menschen ab. Diese variiert danach, ob wir uns Situationen gewachsen und sicher fühlen, oder darum sorgen, den Anforderungen nicht gerecht zu werden.

Unser Tipp: Ein Beispiel gefällig? Während es Menschen gibt, die im Chaos aufblühen, es lieben zehn Dinge gleichzeitig zu machen und Termindruck im Nacken zu haben, würden andere Mitarbeiter dabei verzweifeln und den Überblick über die Situation verlieren. Für erstere ist eine derartige Belastung also Eustress, für die zweite Gruppe definitiv Distress.

Davon abhängig reagiert auch unser Körper anders: Bei einigen Menschen werden Glückshormone ausgeschüttet und sie werden die letzten Reserven mobilisieren um um alle Aufgaben zu erledigen und nach dem Arbeitstag zufrieden auf der Couch einzuschlafen. Bei anderen wird der Körper mit Müdigkeit, Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen und anderen Beschweren auf Grund des chronischen Anspannungs- und Aktivierungszustands reagieren.

Wie entsteht Stress auf Arbeit

In einer umfangreichen Studie hat das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Meinungsraum.at untersucht, welche Gründe österreichische Mitarbeiter als Hauptbelastungsfaktoren am Arbeitsplatz zu massiven Fehlzeiten führen. Gründe dafür waren

  • Zeit- und Termindruck,
  • die Übernahme von Aufgaben kranker Mitarbeiter und
  • widersprüchliche Arbeitsanweisungen auf Grund fehlender Kommunikation.

In anderen Erhebungen werden auch ungelöste Konflikte zwischen Mitarbeitern und eine Überforderung durch zu viele Aufgaben angesprochen. Das Problem ist jedoch, dass viele Menschen in unserer leistungsorientierten Gesellschaft es nicht wagen, diese Probleme aus Angst

  • vor Hohn,
  • Unverständnis,
  • der Kündigung oder
  • niedrigerer Lohneinstufung

anzusprechen. So verschlechtert sich allerdings die Situation zusehends, was nicht nur für den Angestellten persönlich ein Problem darstellt, sondern auch für Ihr Unternehmen: Durch die schwächelnde Gesundheit Ihres Mitarbeiters sinkt auch nach und nach dessen Leistungsfähigkeit. Nicht weil er es nicht anders möchte, sondern weil Körper und Geist aus Selbstschutz langsam runterfahren. Dadurch muss sich der betroffene Mitarbeiter jedoch noch mehr bemühen um den gestellten Anforderungen gerecht zu werden und gerät dadurch in einen Kreislauf aus Druck, Stress und Versagensängsten.

So stellen Sie fest, wie es Ihren Mitarbeitern geht

Das Problem: Viele Unternehmer wissen gar nicht, ob Ihre Mitarbeiter auch unter zu großen Belastungen oder Herausforderungen bzw. negativen Stress am Arbeitsplatz leiden. Die Folge daraus: Die Angestellten schaffen es nur schwer aus dieser Krise selbst hinaus und werden über kurz oder lang entweder

  • erkranken oder
  • sich nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen.

Im schlimmsten Fall könnten sie auch zu

  • Medikamenten,
  • Alkohol oder
  • anderen Drogen

greifen, um die persönliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Gerade in Zeiten des Facharbeitermangels ist es daher für Firmen ungemein wichtig, derartige Signale rechtzeitig zu erkennen und vorzubeugen – denn neue Mitarbeiter zu suchen und einzuarbeiten ist deutlich teurer, als für ein angenehmes Arbeitsumfeld im eigenen Betrieb zu sorgen.

Um festzustellen, wie es um die Belastungen Ihrer Mitarbeiter gestellt ist, können Sie eine Mitarbeiterbefragung durchführen. In persönlichen Gesprächen oder einer Erhebung über einen Fragebögen erfahren Sie so von den Sorgen Ihrer Angestellten und erhalten wertvolles Feedback zur Verbesserung der Arbeitssituation. Um ehrliche Antworten zu erhalten, sollten Sie jedoch im Vorfeld intensive Aufklärungsarbeit über den Sinn und Zweck einer Mitarbeiterbefragung leisten und gewährleisten, dass die Anonymität der Befragten sichergestellt ist.

Unser Tipp: Sollten Ihnen noch Fragen und Benchmarks für Ihre Mitarbeiterbefragung fehlen, bieten wir Ihnen über 400 Fragen aus sieben Themengruppen an, aus denen Sie schnell und unkompliziert einen eigenen Fragebogen zusammenstellen und später auswerten können.

Das können Sie gegen Stress auf Arbeit tun

Eine der Hauptursachen für Druck auf Arbeit ist mangelhafte Kommunikation, die in einer unzureichenden Organisation gipfelt. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die Ihre Arbeitsabläufe noch nicht auf die DIN EN ISO 9000, der Normenreihe für Qualitätsmanagement- und QM-Systeme, umgestellt haben leiden oft unter Desorganisation.

Beispielsweise werden Aufträge von Kunden angenommen, jedoch nicht richtig protokolliert, wodurch ein Überblick über die aktuellen Ressourcen des Unternehmens und seiner Arbeitskräfte fehlen. Darüber hinaus werden die Aufträge meistens nicht transparent abgelegt, weshalb Mitarbeitern Informationen fehlen, die sie sich nur mühsam selbst zusammensuchen und dadurch wertvolle Zeit vergeuden müssen.

Unser Tipp: Es ist daher auch für kleinere Unternehmen ungemein wichtig, ein System zur Datenablage finden, das regelmäßig genutzt wird und so Aufschluss über Informationen und Ressourcen gibt.

Zusätzlich sollten regelmäßige Team-Meetings eingeführt werden, die jedoch nicht als Plauderrunde fungieren, sondern in dessen Rahmen strukturiert aktuelle Anliegen besprochen werden und so jeder Mitarbeiter auf dem neusten Stand ist.

Darüber hinaus sollte kontinuierlich eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt werden, bei der in regelmäßigen Abständen festgestellt wird, ob sich die Situation der Mitarbeiter zum Positiven oder Negativen verändert hat und neue Folgemaßnahmen ergriffen werden müssen.


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